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Il vento di settembre

Il vento di settembre von Alexander J. Seiler (2002)

Vierzig Jahre nach «Siamo Italiani» porträtiert Seiler erneut einige der damaligen MigrantInnen und erzählt, was aus ihnen und ihren Kindern, den Secondos und Terzas geworden ist. Die meisten der damaligen GastarbeiterInnen sind bereits pensioniert, einige sind in ihre alte Heimat zurückgekehrt, andere sind in der Schweiz geblieben. Hier steht nicht mehr das Aufeinanderprallen zweier Kulturen, sondern vielmehr die allen gemeinsame Entwurzelung im Mittelpunkt.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Siamo italiani

Siamo italiani von Alexander J. Seiler (1964)

Mehr als 500'000 Italienerinnen und Italiener lebten und arbeiteten anfangs der 60er Jahre in der Schweiz die boomende Wirtschaft brauchte ihre Arbeitskäfte. In seinem Dokumentarfilm suchte der Regisseur die Begegnung mit den Einwanderern aus Süditalien, die in unwürdigen Wohnverhältnissen in der Schweiz lebten, hart arbeiteten, sozial ausgegrenzt wurden und unter der Hartherzigkeit der einheimischen Bevölkerung und der Bürokratie zu leiden hatten.

Donnerstag, 24. November 2011

Gegen die Wand

Gegen die Wand von Fatih Akin (2003)

Der fatalistische, vom Leben desillusionierte Türke Cahit trifft nach einem Autounfall im Spital auf die junge Türkin Sibel. Nach einem Suizidversuch will sie ihr Leben radikal ändern. Aus heiterem Himmel bittet Sibel Cahit, sie zu heiraten, um sich so vom strengen Familien- und Mentalitätskorsett befreien zu können. Cahit willigt ein und man organisiert eine Scheinhochzeit. Doch bald wird aus der Zweckgemeinschaft eine dramatische Amour-Fou-Beziehung.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Someone else's America

Someone else's America von Goran Paskaljevic (1995)

Der Film erzählt die Geschichte zweier Immigranten, die in einer heruntergekommenen Ecke von Brooklyn leben: Der sensible Spanier Alonso, ein sympatischer Macho mit Goldkette, und der liebenswerte Bayo, in dem man die slawische Seele spürt. Für die beiden ungleichen Freunde sind die Strassen New Yorks nicht mit Gold gepflastert ihr Leben spielt sich im Schatten von Manhattans Wolkenkratzern ab, und doch gelingt es ihnen immer wieder, ihrem tristen Alltag zu entfliehen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Angst essen Seele auf

Angst essen Seele auf von Rainer Maria Fassbinder (1973)

Beim Tanz lernen sich die Putzfrau Emmi und der viel jüngere marokkanische Gastarbeiter Ali kennen. Bald zieht Ali bei Emmi ein. Trotz Widerstand von Emmis erwachsenen Kindern und gesellschaftlichen Konventionen heiratet das frischverliebte Paar – die feindseelige Umgebung schweisst die beiden umso mehr zusammen. Als der Druck von Nachbarn und Verwandten nachlässt, schleichen sich jedoch mehr und mehr Unstimmigkeiten in die Beziehung ein.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Das Fräulein

Das Fräulein von Andrea Štaka (2006)

Die Serbin Ruza lebt seit über dreissig Jahren in Zürich, wo sie eine Betriebskantine besitzt und am Abend am liebsten allein die Tageseinnahmen zählt. Als die junge, lebenshungrige Bosnierin Ana in der Kantine auftaucht, gerät Ruzas minutiös konstruierte Welt ins Wanken. Zwischen den beiden eigenwilligen Frauen entwickelt sich eine Freundschaft. Andrea Štakas Film erzählt von der Entwurzelung in der heutigen Zeit, in der sich immer mehr Menschen als Flüchtlinge, Gastarbeiter oder einfach Heimatlose zwischen Kulturen bewegen.

Donnerstag, 28. April 2011

Illégal

Illégal von Olivier Masset-Depasse (2010)

Die Russin Tania und ihr Sohn Ivan leben seit acht Jahren illegal in Belgien, ständig in der Angst geschnappt und abgeschoben zu werden. Als Tania bei einer Polizeikontrolle verhaftet wird, gelingt es Ivan zu fliehen und sich bei einem Freund zu verstecken. Tanja wird in einem Asylbewerberzentrum untergebracht, und es droht ihr die Abschiebung in die Heimat. Der Film thematisiert auf nüchterne Weise, wie die westliche Gesellschaft mit der illegalen Einwanderung umzugehen versucht.

Donnerstag, 31. März 2011

La forteresse

La forteresse von Fernand Melgar (2008)

In einem Empfangszentrum im waadtländischen Vallorbe begleitet der Dokumentarfilmer Fernand Melgar Asylbewerber während des Verfahrens, bei denen innert 60 Tagen ihr Flüchtlingsstatus anerkannt oder abgelehnt wird. «Melgars Ziel war es, über das hochpolitische Thema der Schweizer Asylpolitik einen Film zu machen, der weder in rechte Hysterie noch in linke Idealisierung verfällt, sondern vorurteilslos die Realität zeigt und damit den Dialog ermöglicht. Das ist ihm eindrücklich gelungen.» (Der Bund)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Reise der Hoffnung

Reise der Hoffnung von Xavier Koller (1990)

Zusammen mit Mehmet Ali, dem aufgewecktesten seiner sieben Kinder, tritt das türkische Ehepaar Haydar und Meryem in einem kleinen Dorf im Südosten der Türkei die Reise aus der armen Heimat in die reiche Schweiz an. Auf einem Containerschiff reisen die drei als blinde Passagiere nach Neapel. Dort verkauft ihnen ein Schweizer Lastwagenfahrer den Transport ins vermeintliche Paradies. Nach einem gescheiterten Einreiseversuch in Chiasso bleibt nur die gefährliche illegale Einreise durchs Gebirge.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Der letzte Mann

Der letzte Mann von Friedrich Wilhelm Murnau (1924)
Stummfilm – musikalische Livebegleitung von Christian Henking

Beinahe völlig ohne Zwischentitel, mit visuellen Mitteln erzählt F.W. Murnau die Geschichte eines obersten Hotelportiers, der unter dem Vorwurf der Altersschwäche seines Amtes enthoben wird und fortan die sanitären Anlagen des Hotels zu pflegen hat. Die geliebte Uniform, die ihm zuhause, in den ärmlichen Wohnkolonien der Hinterhöfe, bei Familie und Nachbarschaft Respekt und Autorität verliehen hat, wird ihm entrissen. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, entwendet er die Uniform heimlich.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Alien

Alien von Ridley Scott (1979)

Bei der Suche nach der Ursache eines Funksignals wird ein Besatzungsmitglied des Raumschiffes «Nostromo» von einem fremdartigen Monster überfallen, das nach und nach die gesamte Mannschaft tötet und als unvermeidbares Unheil die Erde ansteuert. Nur eine junge Frau kann sich zur Wehr setzen. Der erste Alien-Film hat eine perfekt entwickelte Spannungsdramaturgie und bietet stilistisch brillant die Variante des Science-Fiction-Motivs der Bedrohung durch ausserirdisches Lebewesen, mit deutlichen sexualpsychologischen Akzenten. Tief einprägend bleiben die vom Maler H. R. Giger entworfenen düsteren Alptraumwelten.

Donnerstag, 25. November 2010

The Great Dictator

The Great Dictator von Charlie Chaplin (1940)

In seiner grotesken Satire auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus übernahm Chaplin selbst die Doppelrolle eines jüdischen Coiffeurs und des Tyrannen Adenoid Hynkel. Der grossartige Film ist geprägt von geistreichen Wortspielen, optischen Tricks und witzigen Slapstickeinlagen, und doch bleibt dem Publikum bei dieser wahnwitzigen Verwechslungsgeschichte immer wieder das Lachen im Halse stecken.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Le scaphandre et le papillon

Le scaphandre et le papillon von Julian Schnabel (2007)

1995 wird der Chefredakteur der Elle-Zeitschrift, Jean-Dominique Bauby, durch einen Schlaganfall im Bereich des Hirnstamms gelähmt. Er leidet fortan am Locked-in-Syndrom und kann nur noch das linke Augenlid bewegen. Zwei Therapeutinnen entdecken ein System, das es ihm ermöglicht, zu kommunizieren. Buchstabe um Buchstabe diktiert Bauby seine Memoiren, auf welchen dieser eindrückliche Film basiert.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Hable con ella

Hable con ella von Pedro Almodóvar (2002)

Auf der Komastation eines Krankenhauses treffen Benigno, der die junge Tänzerin Alicia, die er schon lange aus der Ferne geliebt hat, betreut und Marco, der die junge Stierkämpferin Lydia besucht, mit der er seit kurzem zusammen ist, aufeinander. In «Hable con ella» geht es um Trauer und Einsamkeit, Kommunikation und die Unfähigkeit zum Gespräch, unverheilte psychische Verletzungen, Freundschaft und die Sehnsucht nach Liebe.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Il postino

Il postino von Michael Radford (1994)

Der Rhythmus des eintönigen Lebens auf einer kleinen Insel im Mittelmeer wird einzig durch das Ein- und Auslaufen der Fischerboote bestimmt, die Abende verbringen die Männer bei einem Glas Wein in der Dorfschenke. Die wenigen Höhepunkte des Dorflebens beschränken sich auf kirchliche Feste und gelegentliche Kinobesuche. Auf dieser Insel lässt sich der politisch verfolgte chilenische Dichter Pablo Neruda nieder. Weil er täglich Berge von Post erhält, wird der arbeitslose Mario als Aushilfsbriefträger eingestellt. Der liebenswerte Träumer, der nie zur Schule ging, ist von dem weltgewandten Schöngeist fasziniert. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine Freundschaft, und Mario entdeckt die Kraft der Poesie, die ihn auch seiner angebeteten Beatrice näherbringt.

Donnerstag, 29. April 2010

Le pays des sourds

Le pays des sourds von Nicolas Philibert (1992)

Nicolas Philiberts aussergewöhnlicher Dokumentarfilm führt uns in eine Schule, in der eine Gruppe Jugendlicher lernt, Laute und Worte zu artikulieren. «Le pays des sourds» erzählt in einer völlig neu überdachten filmischen Grammatik die Lebensgeschichten der Jugendlichen, die von Geburt auf ganz oder beinahe gehörlos sind.
Eindringlicher als alles Wissenswerte prägen sich die Eleganz und die Anmut ihrer Gesten und Bewegungen ein, die Virtuosität und mimische Vielfalt, mit der sie jedes Wort blitzschnell in szenische Bilder transponieren und ihren Körper mit einer Grazie als Ausdrucksorgan beherrschen, die jedem Pantomimen zur Ehre gereichen würde.

Donnerstag, 25. März 2010

L'enfant sauvage

L'enfant sauvage von François Truffaut (1970)

1798 wurde bei Aveyron ein etwa 12-jähriger, wild aufgewachsener und fast taubstummer Knabe eingefangen und später nach Paris gebracht, wo der Arzt Jean Itard in unablässigem pädagogisch-psychologischen Bemühen sein verschüttetes Empfindungs- und Kontaktvermögen zu wecken suchte. Truffauts schlichter Film, der tagebuchartig dem Bericht des Arztes folgt, ist ein menschlich und künstlerisch eindrucksvolles Dokument des Glaubens an eine gewisse Entwicklungsfähigkeit jedes Menschen.

Donnerstag, 25. Februar 2010

La guerre du feu

La guerre du feu von Jean-Jacques Annaud (1981)

Annauds vielprämierter Film erzählt von einer kleinen Gruppe Neandertaler, deren Feuer während eines Kampfes erlischt. Da sie noch nicht in der Lage sind, Feuer zu entzünden, droht ihnen der Tod durch Kälte und wilde Tiere. Drei junge Männer werden ausgesandt, um das Feuer zurückzubringen. Der Film kommt gänzlich ohne eine dem Publikum verständliche Sprache aus, die verwendete Kommunikation basiert auf einer durch den Schauspieler Anthony Burgess entwickelte Kunstsprache aus rund hundert verschiedenen Lauten und einer urtümlich wirkenden Körpergestik, bei der die Schauspieler durch den Verhaltensforscher Desmond Morris beraten wurden.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Die Schweizermacher

Die Schweizermacher von Rolf Lissy (1978)

Nicht jeder eignet sich zum Schweizer! Wer die Staatsbürgerschaft dieses schönsten, saubersten und reichsten Landes erwerben will, wird besucht, befragt, beobachtet, belauscht und beurteilt. Die beiden Polizisten Max Bodmer und Moritz Fischer nehmen Einbürgerungswillige genau unter die Lupe. Lissys ironisch-satirische Komödie zeigt, wie menschenverachtend und kleinkariert das Einbürgerungsprozedere ist. Er tut es mit einer Prise Humor und schafft es, die Schweizer dazu zu bringen, über sich selbst zu lachen.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

I Hired a Contract Killer

I Hired a Contract Killer von Aki Kaurismäki (1991)

Vom Pech verfolgt will sich der vereinsamte Henri Boulanger das Leben nehmen, was sich als gar nicht so einfach erweist – in seiner Not heuert der Franzose einen Auftragskiller an, der ihn zu einem nicht bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft umbringen soll. Während er darauf wartet, dass der Killer seinen Auftrag ausführt, beginnt Boulanger zu trinken, zu rauchen und verliebt sich schliesslich in die Blumenverkäuferin Margaret, die seinem Leben einen neuen Sinn gibt. Der Auftragskiller ist allerdings nicht mehr auffindbar; der Kampf gegen die Zeit beginnt …

Donnerstag, 26. November 2009

The Ladykillers

The Ladykillers von Alexander Mackendrick (1955)

Die liebenswerte Mrs Wilberforce vermietet zwei Zimmer an einen Professor, den sie für einen Gentleman hält, welcher mit seinen Freunden in einem Streichquintett spielt. Die alte Dame ahnt nicht, dass die angeblichen Musiker in Wirklichkeit einen Bankraub planen, bei dem auch ihr eine nicht unerhebliche Rolle zukommt. Die rabenschwarze Komödie lebt von absurden und urkomischen Momenten; die kriminalistischen Aspekte tragen zu einer stetig anwachsenden Spannung bei.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Les vacances de M. Hulot

Les vacances de M. Hulot von Jacques Tati (1951)

In einem kleinen Badeort in der Bretagne ist der biedere Kleinbürger Hulot den Tücken und Missgeschicken des Alltags ausgesetzt. Seine Versuche, sich bei den übrigen Gästen der Pension beliebt zu machen, um das Herz der jungen Martine zu erobern, führen allesamt zu Missverständnissen und kleineren Katastrophen. Eine Komödie von liebenswerter Intelligenz und romantischem Charme.

Donnerstag, 25. Juni 2009

To Be or Not to Be

To Be or Not to Be von Ernst Lubitsch (1942)

Eine Truppe polnischer Schauspieler benützt ihre für ein Theaterstück hergestellten Uniformen für ihre Arbeit in der Widerstandsbewegung. Der Film ist eine Abrechnung mit dem Führerkult, eine ätzende Satire, die die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspieler als tragikomische Helden ehrt. In dieser grandios kalkulierten Film-Groteske ist Lubitsch das scheinbar Unmögliche gelungen, Ernst und Schmerz, Grausamkeit und Komik auf der höheren Ebene des reinen Spiels zu vereinen.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Drôle de drame

Drôle de drame von Marcel Carné (1937)

In dieser heiter-anarchistischen Kriminalkomödie nach einem Drehbuch von Jacques Prévert schreibt ein gutbürgerlicher Botaniker unter Pseudonym Krimis, die ihm seine Sekretärin erzählt, die diese wiederum vom Milchmann berichtet bekommt. So wird ein gefährlicher Massenmörder auf den netten Pflanzenfreund aufmerksam … Carné zeigt hier bürgerliche Moral ganz im Zeichen der damaligen Zeit.

Donnerstag, 30. April 2009

When Comedy Was King

When Comedy Was King von Robert Youngson (1960)

Youngson führt uns mit seiner Dokumentation «When Comedy Was King» in die Zeit des unbeschwerten Lachens und der grotesken Komik und lässt uns Kurzfilme und brillante Episoden aus den Slapstick-Komödien der Zwanzigerjahre wiedererleben.

Donnerstag, 26. März 2009

Drôle de drame

Drôle de drame von Marcel Carné (1937)

In dieser heiter-anarchistischen Kriminalkomödie nach einem Drehbuch von Jacques Prévert schreibt ein gutbürgerlicher Botaniker unter Pseudonym Krimis, die ihm seine Sekretärin erzählt, die diese wiederum vom Milchmann berichtet bekommt. So wird ein gefährlicher Massenmörder auf den netten Pflanzenfreund aufmerksam … Carné zeigt hier bürgerliche Moral ganz im Zeichen der damaligen Zeit.

Donnerstag, 30. April 2009

Frühe Slapstickfilme

Frühe Slapstickfilme

Die Komik wird bei Slapstickfilmen durch körperbezogene Aktionen hervorgerufen, kommuniziert wird nur durch Mimik und Gesten. In einer heiteren Filmrolle zeigen wir verschiedene Klassiker wie «Busy Bodies» mit Laurel und Hardy oder Chaplins «A Dog's Life», in der er die sozialen Missstände am Schicksal eines Arbeitslosen aufzeigt.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Modern Times

Modern Times von Charlie Chaplin (1936)

Noch heute funktioniert Chaplins Komik im Kinosaal für Kinder ebenso wie für Erwachsene. In der scharfsinnigen Satire «Modern Times» lernt Chaplin in der von ihm geprägten Figur des «Tramp» als Fliessbandarbeiter die Schattenseiten der Industrialisierung und des Maschinenzeitalters kennen.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Années Lumière

Les Années Lumière von Alain Tanner (1980)

Jonas, ein 25jähriger Kellner, arbeitet in einer Bar in Irland, als er Poliakov kennenlernt, einen älteren Mann mit fremdländischen Wurzeln. Dieser schenkt ihm ein Buch. Wenig später gibt Jonas seine Arbeit auf, um Poliakov in seiner verlassenen Autogarage zu besuchen. Jonas unterzieht sich einer Art Initiationsritus und wird dafür in das Geheimnis des alten Manns eingeweiht.

Donnerstag, 18. Dezember 2008, 20.00

Elektra

Electra von Michael Cacoyannis (1961)

Königin Klytaimnestra und ihr Liebhaber Aigisthos ermorden ihren Ehemann Agamemnon nach seiner Rückkehr vom Trojanischen Krieg. Elektra kehrt mit ihrem Bruder Orest aus Athen zurück und beide rächen den Mord an ihrem Vater.

Donnerstag, 27. November 2008, 20.00

Vertigo

Vertigo von Alfred Hitchcock (1957)

Ein wegen Höhenangst aus dem Polizeidienst ausgeschiedener Detektiv verliebt sich in die neurotische Frau eines Schulfreundes, die er überwachen soll. Als diese sich von einem Kirchturm stürzt, fühlt er sich für ihren Tod verantwortlich. Doch mit dem Auftauchen einer Doppelgängerin der Toten ahnt er, dass er auf ein Täuschungsmanöver hereingefallen ist.

Donnerstag, 23. Oktober 2008, 20.00

Medea

Medea von Pier Paolo Pasolini (1970)

Königssohn Jason ist auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, mit dessen Hilfe er den unrechtmässig von seinem Onkel besetzten Thron zurückgewinnen will. Dabei trifft er auf Medea, die sich in ihn verliebt und ihm hilft, das Vlies zu bekommen. Jason nimmt Medea mit in seine Heimat, heiratet sie und zeugt zwei Kinder mit ihr. Als Jason Medea verlässt, um die Tochter des Königs von Korinth zu heiraten, nimmt sie grausame Rache.

Pier Paolo Pasolinis stilisierte Inszenierung der antiken Sage um die Rache übende Medea, in der Personen, Rituale und Landschaften gleichermassen faszinierend wie abstossend erscheinen.

Donnerstag, 26. Juni 2008, 20.00

Medea

Medea von Lars von Trier (1987/88)

Medea, die Zauberin, hilft Jason, das Goldene Vlies zu rauben, das ihr Vater in Besitz hat. Anschliessend flieht sie mit ihm. Halb göttliche, halb menschliche Heroine schenkt sie Jason ihre bedingungslose Liebe und tötet sogar den eigenen Bruder, um den sie verfolgenden Vater aufzuhalten. In Korinth finden die beiden mit ihren Söhnen eine neue Heimat – bis Jason Medea verlässt und sich mit Glauke, der Tochter von König Kreon, vermählt.

Die filmische Adaptation von Lars von Trier folgt eng der klassischen Tragödie. Eigentlicher Protagonist des Films aber ist die Natur des Nordens: Seelenlandschaften der Einsamkeit, der Düsternis und Verzweiflung.

Donnerstag, 29. Mai 2008, 20.00

Orfeu Negro

Orfeu Negro von Marcel Camus (1959)

Euridice kommt während des Karnevals nach Rio de Janeiro, wo sie Orfeu, einen Strassenbahnschaffner, kennenlernt. Während der Karnevalvorbereitungen treffen sie sich erneut und verlieben sich ineinander. Nach einem Streit mit der Verlobten von Orfeu flieht Euridice in das Strassenbahndepot und wird durch einen Stromschlag getötet. Als Orfeu die Leiche von Euridice auf Händen trägt, wird er von seiner Verlobten gesehen; diese wirft ihm aus Eifersucht einen Stein an den Kopf, so dass auch Orfeu stirbt.

Donnerstag, 24. April 2008, 20.00

Orphée

Orphée von Jean Cocteau (1949)

Orphée ist ein Dichter in Paris, der vom Tod bessesen wird. Er verliebt sich in ihn, genauer in seine Inkarnation als Prinzessin. Die Frau von Ophée, Eurydice, wird durch die eifersüchtige Prinzessin getötet. Orphée macht sich auf die Suche nach seiner Frau in der Unterwelt …

Donnerstag, 27. März 2008, 20.00

Oedipus the King

Oedipus The King von Philip Saville (1967)

Das Königspaar von Theben, Laios und Iokaste, erhalten vom Orakel die Prophezeiung, dass ihr Sohn seinen Vater erschlagen und seine Mutter heiraten werde. Um diesem Schicksal zu entgehen, setzen sie ihren Sohn, Ödipus, aus. Doch dieser überlebt und wird vom König von Korinth adoptiert. Als Ödipus vom Orakelspruch erfährt, verlässt er Korinth, um seinem Schicksal zu entgehen. Unterwegs nach Theben erschlägt er einen Unbekannten, Laios, und heiratet dort anschliessend die verwitwete Königin, Iokaste.

Donnerstag, 28. Februar 2008, 20.00

Freud – The Secret Passion

Freud – The Secret Passion von John Huston (1963)

Der Neurologe Sigmund Freud arbeitet 1885 im Allgemeinen Krankenhaus in Wien und gerät dort über die Fragen zum Thema «Hysterie» in Streit mit seinen Vorgesetzten. Freud geht nach Paris und freundet sich mit Professor Charcot an, der Freud mit dem Wesen der Hypnose vertraut macht. Durch die Hypnose entdeckt Freud das Unterbewusstein, das vom rationalen Denken abgetrennt ist und für mannigfache Störungen verantwortlich zeichnet.

Donnerstag, 31. Januar 2008, 20.00

Family Plot

Family Plot von Alfred Hitchcock (1975)

Die Hellseherin Blanche und ihr Taxi-Fahrer-Freund machen die Bekanntschaft einer alten Dame, die ihnen den Auftrag gibt, ihren Neffen gegen eine Belohnung von 10'000 $ zu finden. Dumm nur, dass die beiden weder Namen noch Adresse des Mannes kennen.

Donnerstag, 20. Dezember 2007, 20.00

Harry, un ami qui vous veut du bien

Harry, un ami qui vous veut du bien von Dominik Moll (2000)

Harry, ein lange nicht gesehener Freund, dringt in das von Überarbeitung und Generationenkonflikten geprägte Familienleben von Michel, Claire und ihrer drei kleinen Töchter ein. Als ihm bewusst wird, wie sehr sein Freund unter der familiären Verpflichtung leidet, beginnt er, ihn daraus zu befreien, indem er zunächst dessen Eltern umbringt.

Donnerstag, 29. November 2007, 20.00

Der Student von Prag

Der Student von Prag von Stellan Rye (1913)

Prag um 1820. Der arme Student Balduin verkauft sein Spiegelbild für 100'000 Gulden an den Scharlatan Scapinelli, um mit diesem Geld am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können und seinen sozialen Stand zu erhöhen. Der Aufstieg gelingt ihm – aber nicht ganz ohne Probleme …

Donnerstag, 25. Oktober 2007, 20.00

Der Student von Prag

Der Student von Prag von Stellan Rye (1913)

Prag um 1820. Der arme Student Balduin verkauft sein Spiegelbild für 100'000 Gulden an den Scharlatan Scapinelli, um mit diesem Geld am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können und seinen sozialen Stand zu erhöhen. Der Aufstieg gelingt ihm – aber nicht ganz ohne Probleme …

Donnerstag, 25. Oktober 2007, 20.00

Carmen

Carmen von Carlos Saura (1983)

Der alternde Choreograph Antonio sucht für sein Ballett eine Carmen-Tänzerin. Während der Probe verliebt er sich in sie. Realität mischt sich plötzlich mit der Bühnenwelt: Liebe, Hass und Mord.

Donnerstag, 28. Juni 2007, 20.00

Prova d'orchestra

Prova d'orchestra von Federico Fellini (1979)

Fellinis «Prova d'orchestra» – die Orchesterprobe, ist wahrscheinlich der politischste Film seiner ganzen Karriere. Das Orchester ist für ihn eine Metapher für die Welt und die Menschheit schlechthin.

Donnerstag, 31. Mai 2007, 20.00

La chute de la maison d'Usher

La chute de la maison d'Usher von Jean Epstein (1928)

Als seine junge und schöne Frau Madeleine im Sterbebett liegt, fragt der Protagonist Roderick Usher seinen alten Freund Allan, ihm in diesen schweren Zeiten Gesellschaft zu leisten. Kurz nach Allans Ankunft stirbt Madeleine – wirklich? Denn als Roderick der Melancholie anheim fällt, hört er sonderbare Geräusche aus Madeleines Grab …

Donnerstag, 26. April 2007, 20.00

Un chien andalou

Un chien andalou von Luis Buñuel und Salvador Dalí (1928)

Ein Mann wetzt bei klassischer Tango-Musik sein Rasiermesser. Er tritt auf den Balkon und schaut in den Himmel. Eine Wolke am Nachthimmel durchschneidet den Vollmond. Schnitt. Der Mann durchschneidet mit dem Rasiermesser das Auge einer Frau …
Luis Buñuel und Salvador Dalí präsentieren mit «un chien andalou» revolutionären Surealismus, skurrile Fragmente und sinnfrei Gedankenzüge. Eine Interpretation wird nicht gefordert.

Donnerstag, 26. April 2007, 20.00

Geheimnisse einer Seele

Geheimnisse einer Seele von Georg Wilhelm Pabst (1926)

Als ein Chemiker erfährt, dass der charmante Vetter seiner schönen Frau nach langer Zeit aus Indien zurückkehrt, häufen sich bei ihm bizarre, furchterregende Träume. So träumt er beispielsweise, dass er versucht, seine Frau mit einem Dolch zu erstechen.

Donnerstag, 29. März 2007, 20.00

The Remains of the Day

The Remains of the Day von James Ivory (1993)

Der Butler Stevens ist von eiserner Loyalität gegenüber seinem Herrn. Dabei verzichtet er auf ein privates Leben. Seine Gefühle der Haushälterin gegenüber unterdrückt er. Jedoch: die starren Grenzen beginnen zu bröckeln …

Samstag, 09. Dezember 2006, 10.00

Die Mutter

Die Mutter von Wsewolod Pudowkin (1926)

Nachdem ihr Sohn Pawel von der zaristischen Polizei verhaftet worden ist, schlägt sich eine Mutter auf die Seite der Revolutionäre.

Samstag, 11. November 2006, 10.00

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

M – Eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang (1931)

Eine Grossstadt wird monatelang von einem pathologischen Kindesmörder terrorisiert. Die ganze Stadt spricht von den bestialischen Untaten. Immer grösser wird die Nervosität der Polizei, und die Bevölkerung sieht in jedem Verdächtigen den Kindesmörder.

Samstag, 21. Oktober 2006, 10.00

Panzerkreuzer Potemkin

Panzerkreuzer Potemkin von Sergej M. Eisenstein (1926)

Nach der Niederlage im russisch-japanischen Krieg verschärfen sich 1905 die sozialen und politischen Konflikte im Zarenreich. In St. Petersburg lässt der Zar eine Bittkundgebung, an der 150'000 Menschen teilnehmen, von seinen Soldaten buchstäblich zusammenschiessen.

Samstag, 02. September 2006, 10.00

Caché

Caché von Michael Haneke (2004)

Wer ist der Unbekannte, der Georges, dem beliebten Moderator einer Literatursendung, anonym Videos zusendet, die sein eigenes Haus zeigen? Zudem sind die Kasseten in bedrohliche Kinderzeichnungen eingewickelt …

Samstag, 24. Juni 2006, 10.00

 

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